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Bestatter stechen in See

DIB führt erneut Seebestattungs-Seminar durch


Seebestattungs-Reederei Albrecht

Mitte August hat das Deutsche Institut für Bestattungskultur (DIB) zusammen mit der Seebestattungs-Reederei Albrecht erneut ein Seebestattungs-Seminar für die Teilnehmer am Lehrgang zum „Geprüften Bestatter“ durchgeführt.

In den Räumen der Reederei Albrecht im ostfriesischen Harlesiel erfuhren die Teilnehmer von Benjamin Albrecht, Leiter der Reederei Albrecht, alles über den Ablauf einer Seebestattung. Bei dieser Gelegenheit stellte Albrecht auch den neu entwickelten „Leistungskatalog für Seebestattungen“ des Unternehmens vor. Diese Broschüre wurde zusammen mit Bestattungsinstituten entwickelt und ist der bisher einzige Verkaufsplaner für Seebestattungen.

Auf 54 Seiten werden Bestatter und Kunde Schritt für Schritt durch die Planung einer Seebestattung geleitet – von der der Auswahl der Urne über Einzelheiten des Ablaufs bis hin zum Verkaufspreis. Zudem werden die Beisetzungsgebiete weltweit aufgeführt, denn die Seebestattungs-Reederei Albrecht ist das einzige Familienunternehmen, das nicht nur in Nord- und Ostsee, sondern auch im Mittelmeer, im Atlantik und selbst an so entlegenen Orten wie Martinique Bestattungen durchführt. Daher sind die beliebtesten Abfahrtshäfen mit Übersichtskarten und allen wichtigen Informationen aufgeführt. Weitere Informationen betreffen die Schiffe und Routen, die Seeurnen und Ascheamulette, die Bewirtung an Bord sowie die Gedenkmöglichkeiten. Dank aussagekräftiger Bilder wird ein detaillierter Eindruck der Zeremonie vermittelt. Der Katalog ist kostenfrei erhältlich und kann unter www.seebestattung-albrecht.de bestellt werden.

Mit der Broschüre wolle man den immer individueller werdenden Wünschen der Kunden Rechnung tragen, so Albrecht. Gleichzeitig wolle man Bestatter in ihrer Arbeit unterstützen und das Thema Seebestattung für Bestatter vereinfachen, die nur selten damit in Berührung kommen. Sie werden mit der neuen Broschüre sicher durch ein Verkaufsgespräch geleitet. Benjamin Albrecht betonte, dass die Reederei Albrecht darüber hinaus auch weiterhin für individuelle Beisetzungspositionen und Kundenwünsche offen sei und mit ihrem Team stets mit Rat und Tat bereit stehe.

Als letzten Schritt an Land demonstrierte Albrecht die Umbettung der Asche des Verstorbenen aus einer Krematoriumsurne in eine Seeurne. Gesetzlich zugelassene Seeurnen müssen sich binnen 24 Stunden auflösen, daher sind sie aus einem speziellen Material gefertigt.

Im Anschluss an die Einführung fuhren die Teilnehmer auf der „MS Horizont“, einem speziell für Seebestattungen gebauten und eingerichteten Schiff, in das Seebestattungsgebiet zwischen den Inseln Spiekeroog und Wangerooge. Nach der Aufbahrung der Urne und der Trauerrede des Kapitäns in seemännischer Tradition wurden Urne und Blumenschmuck dem Meer übergeben. Die Urne versank, der Blumenschmuck schwamm auf und kennzeichnete die Beisetzungsposition. Im Anschluss an die Bestattung erhalten die Hinterbliebenen eine Seegebietskarte mit der Beisetzungsposition und einen Logbuchauszug.

Danach schlug Kapitän Albrecht acht Glasen mit der Schiffsglocke. In der traditionellen Segelschifffahrt zeigt dies einen Wachwechsel an, bei einer Seebestattung symbolisiert es, dass die Urne das Schiff verlassen hat. Als letzten Gruß und Ehrerweisung an den Verstorbenen zieht nach Ertönen des Schiffshorns das halbmastbeflaggte Bestattungsschiff einen Kreis um die Beisetzungsstelle.

Nach der Seebestattung beantwortete der Kapitän die zahlreichen Fragen der zukünftigen „Geprüften Bestatter“. DIB-Geschäftsführer Hermann Hubing bedankte sich für die gelungene Präsentation und freute sich bereits auf das nächste Seminar. Ab 2016 können die angehenden „Geprüften Bestatter“ zudem die Gedenkstätte für Seebestattete in Harlesiel besuchen, deren Errichtung derzeit von der Reederei Albrecht geplant wird.