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Ort der Trauer und der Erinnerung


Harlesiel Reeder Dieter Albrecht eröffnet mit Glockenschlägen offiziell "Brücke der Erinnerung"
An den Stelen können Plaketten mit Namen angebracht werden.

Als "Herzensangelegenheit" bezeichnete Reeder Dieter Albrecht die neue Seegedenkstätte "Brücke der Erinnerung", die gestern Nachmittag offiziell eröffnet wurde. "Es freut mich, dass viele Angehörige hierher gekommen sind", sagte Albrecht, der seine Rede mit dem bestattungsüblichen Glasen einleitete. "Der Ort ist für Sie gemacht", betonte er in Richtung der Gäste, die sich aus Angehörigen sowie Vertretern der Politik zusammensetzten.

Reederei Albrecht - Brücke der ErinnerungZwei Jahre Planung und Bau beanspruchte die Brücke in den Salzwiesen, rund 150 Tonnen Material wurden verbaut. Aufgrund der Witterung und möglichen Sturmfluten im Außenbereich Harlesiels wurden die Bauteile durch Konservierung haltbar gemacht. Teakholz gefüllte Stelen beiten die Möglichkeit, für die auf See Beigesetzten eine Plakette anbringen zu lassen. "130 Plaketten sind bereits bestellt, 80 sind schon montiert", erklärte Dieter Albrecht. Vor dem Bau der Seegedenkstätte hätten Trauernde teilweise Blumen am Strand abgelegt: "Das war sowohl für die Hinterbliebnen als auch für die Touristen nicht angenehm." Pastorin Arnhild Bösemann aus Carolinensiel sprach von einem "Ort, zu dem die Menschen in einem für sie wichtigen Moment gehen können."

Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen verwies in seinem Grußwort auf das zunehmende Interesse an Seebestattungen. Dennoch seien die Themen Tod und Trauer immer noch mit zahlreichen Tabus behaftet. Claußen lobte das Engagement der Reederei Albrecht. Durch die Seegedenkstätte werde auch jenen ein konkreter Ort für die Trauer gegeben, die ihre Angehörigen auf dem Wasser haben beisetzen lassen.